Häufig gestellte Fragen und ihre Erklärung:

1) Was ist überhaupt Infrarot-Strahlung und wie funktioniert sie?

2) Ist die Strahlung schädlich für mich?

3) Sind die Heizungen wirklich so energiesparend?

Die Antworten sind von uns zusammengefasst in einer kurzen Erklärung, denn die meisten und wichtigsten Fragen sind damit beantwortet.

1) Die Technik der Infrarotheizung wurde im Zuge der Raumfahrt entwickelt, denn dort ergaben sich zwei grundlegende Problemstellungen: zum einen ist dort wenig Platz vorhanden, zum Zweiten gibt es dort keine Luft (die man aufwärmen könnte) – deshalb wurden z.B. Infrarotfolien eingesetzt, die wenig Platz wegnahmen und eine direkte Erwärmung der Menschen und der Umgebung gewährleistete.

 è hierbei ganz wichtig zu verstehen: keine LUFT vorhanden! Dann leuchtet es ein, dass Infrarot die Luft tatsächlich nicht erwärmt. Viele Menschen können das erst nicht glauben.

Die Oberfläche besteht entweder aus Emaille, Stahl oder aus Glas, Spiegel. Somit sind wir dann auch schon bei der Infrarotstrahlung, denn diese entsteht immer aus der Kombination einer Oberflächenbeschaffenheit und deren Temperatur. Wenn die Oberfläche auf eine Temperatur von 90-98 °C gebracht wird, entsteht die reine Infrarot-C-Strahlung, die wir zum Heizen der Räume benötigen.

2) Diese Infrarotstrahlung ist völlig unschädlich für Pflanzen, Tiere und Menschen, sie wird sogar im Wellness-Bereich und im Saunabau eingesetzt und ist für die tägliche Nutzung vorgesehen. Es ist nur ein kleines Spektrum (3-40 μm) des gesamten Infrarotspektrums. Weder wird man davon braun, noch gibt es Hautschäden oder sonstige schädliche Einflüsse. Auch technische Geräte im Raum werden dadurch nicht beeinflusst.

è Zur Erklärung: Das ist die gleiche Funktionsweise, die auch ein Kachelofen besitzt. Die Oberfläche des Ofens besteht aus Keramikfliesen oder Stein o.ä. und wird bis zu 180°C heiß, so dass auch hier Infrarotwellen entstehen. Nicht umsonst haben die Menschen früher diese Technik genutzt… Nur ist beim Kachelofen der Anteil an „Konvektion“ (=Lufterwärmung) größer als bei der Infrarotheizung. 

è hierbei ganz wichtig zu betonen: man kann sich an der Infrarotheizung nicht verbrennen, das hat mit der Oberflächenbeschaffenheit zu tun. Die Infrarotstrahlung wird nun diffus vom Gerät erzeugt, strahlt also 180 ° in jede Richtung. Mit Lichtgeschwindigkeit breitet sich die Strahlung im Raum aus –

theoretisch unendlich, aber hier natürlich nur soweit, bis sie auf einen Gegenstand (Körper, Boden, Decke, Wände etc.) auftrifft. Das zieht nach sich, dass die Umgebung DIREKT erwärmt wird.

Beispiel dazu:

Wenn eine Person (die ja auch Infrarotstrahlung abgibt) 5 min. an einer Stelle im Raum steht und man hinterher dort die Temperatur misst, ergibt sich keine Veränderung, da die Luft die Wärme nicht speichert. Wenn die Person sich nun aber 5 min. auf einen Stuhl setzt, nimmt dieser die Infrarotstrahlung (Wärme) auf, erwärmt sich also und gibt danach diese Wärme wieder langsam an die Umgebung (Luft) ab. Das ist das gleiche Prinzip. Dadurch hat in der Folge die Wand eine 1-2 °C höhere Temperatur als die Innenluft.

Dies sorgt für ein sehr angenehmes Klima. Die Luft behält Ihre relative Luftfeuchte (ideal sind 55-65 %) bei und ist somit nicht trocken und / oder staubig und die Gebäudesubstanz wird geschont, da sich keine Feuchtigkeit mehr im Mauerwerk bilden kann.

Dies hat u.a. auch einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit, da die Schleimhäute nicht belastet werden, wenn die Luft nicht trocken ist und die Luft nicht als Wärmeträger fungiert.

Im Heizungsbau spricht man im Zusammenhang von einer Behaglichkeitskurve:
in Räumen mit 10°C kalten Wänden und 40°C Lufttemperatur frieren die Menschen,
in
Räumen mit 30°C warmen Wänden und 15°C Lufttemperatur wird es eher zu warm.

Das Ideal sind 22°C Wandtemperatur und 18°C Luft – und dafür sorgt eben die Infrarot-Heizung.

3) Ja, das sind sie. Referenzen sind mittlerweile genügend in Deutschland vorhanden. Der energiesparende Effekt bei der Heizung ist, dass die Wand, der Boden, die Decke und alles im Raum warm werden. Wenn nun die Heizung über einen Thermostaten geregelt läuft, zieht sie auch nicht permanent Strom, sondern läuft in der Folge bei 20°C konstant im Raum als Grundlage zwischen 4-6 Stunden am Tag in der Heizperiode (180 Tage im Jahr).

 

 I N F R A R O T A I K